5 Tipps zum Arbeiten im (lockdown) Home Office

Ein schlichter, aufgeräumter Arbeitsplatz

Wir sind wieder zu Hause an der Arbeit und beim Lernen „wo es geht“. Unterricht und Uni finden online statt, Home Office ist für viele zurück. Erfahrungen aus der ersten Phase und Tipps gibt es in diesem Beitrag. Und vor allem bist du gefragt!

  1. Für dich passender, schöner, aufgeräumter Arbeitsplatz

Hast du einen eigenen Schreibtisch? Kannst du einen Tisch umfunktionieren? Sitzt du dort gut, hast du es (halbwegs) ruhig? Oder magst du es ohnehin gern, während der Arbeit mit anderen zu kommunizieren? Hast du Licht? Ist dein Sessel bequem (für mehrere Stunden)? Arbeitest du überhaupt gut im Sitzen, bist du sonst beim Arbeiten mehr in Bewegung? Und: hast du überhaupt Platz zum Arbeiten? Oder ist der Tisch voll mit Notizen, Rechnungen, Lernunterlagen? Oder: Voll mit Dingen, die gar nichts mit deiner Arbeit/dem Lernen zu tun haben?

Wenn du Videokonferenzen hast: Was sehen die anderen Teilnehmer_innen, ist der Bildausschnitt für dich passend? Möchtest du vielleicht ein Poster umhängen oder willst du ohnehin gerne ein Statement damit setzen?

Deine Arbeitsumgebung hat starke Auswirkungen auf deine Arbeitsleistung und Konzentrationsfähigkeit.

2. Struktur & Pausen

Wenn sich privater Raum und Arbeitskontext vermischen, hat das Auswirkungen. Es fällt (noch) schwerer, die Bereich auseinander zu halten und Grenzen zu ziehen. Denn: Isst du gleich während der Arbeit? Wann machst du Pausen? Wann bist du (für wen) erreichbar?

Versuche dir fixe Arbeitszeiten einzurichten, Zeit für Pausen zu reservieren, nicht am Arbeitsplatz zu essen (oder zumindest Laptop zu), plane vielleicht Zeit für einen Spaziergang ein. Vergiss nicht, Dinge in deinen Tag einzuplanen die Spaß und Freunde machen. Bedenke auch, dass die Geschäfte nun um 19:00 schließen und orientiere deine Arbeitszeit daran.

3. Bleib in Kommunikation

Brauchst du gewisse Unterlagen aus dem Büro? Wie kannst du sie gut zu Hause (sicher wenn sensibel) aufbewahren? Macht es für dich Sinn, weiterhin ein- bis zwei Mal pro Woche in die Arbeit zu fahren, ist das möglich?

Sprich dich mit Kolleg_innen (weiterhin) ab, frag sie wie es ihnen geht, tauscht euch aus. Versucht die Abläufe, die ihr sonst habt, so gut wie möglich weiterzuführen. Trinkt vielleicht virtuell einen Kaffee miteinander. Gerade im ersten Lockdown habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich kaum noch die kleinen Dinge mitbekommen habe, die den Arbeitsalltag etwas auflockern. Keine netten Stories der Kolleg_innen, kein Kollege, der kurz zum Plaudern vorbeischaut. Und auch: manche wichtigen Infos, die so ganz nebenbei erfahren werden, kommen nun gar nicht an, ich musste nachfragen. Hier braucht es neue Strukturen und aktives Aufeinanderzugehen.

4. Mit Familie und Mitbewohner_innen absprechen, Betreuungspflichten regeln

Lebst du alleine oder mit Familie, Mitbewohner_innen? Hast du Betreuungspflichten? Kannst du/willst du die Notbetreuung im Kindergarten/Schule in Anspruch nehmen oder in reduziertem Ausmaß? Findet sich eine andere, gute Lösung? Welche Räume werden wann gebraucht? Sind Kinder im Homeschooling oder Mitbewohner_innen virtuell in Lehrveranstaltungen.

Schau nach einer Lösung zur zeitlich abgestimmten Bespielung eurer Räume, sprich dich wegen möglichen Betreuungspflichten ab. Wer kann (nebenbei) ältere Kinder beim Home Schooling betreuen und ansprechbar sein, wer muss sehr konzentriert arbeiten, wer darf wann keinesfalls beim Video Call gestört werden?

Hier stellen sich viele Herausforderungen und sind Interessen und Bedenken abzuwägen. Versucht, dass alle Interessen gehört und berücksichtigt werden. Und wenn möglich: hol dir Hilfe, und trau dich die Notbetreuung in der Schule/im Kindergarten (tageweise) in Anspruch zu nehmen. Gerade Alleinerziehende stehen hier noch mehr als sonst vor großen Herausforderungen.

5. Das Positive finden

Abseits von diesen Tipps und den Fragen zur Selbstreflexion: zieh das Positive heraus, vielleicht ist jetzt gerade die Gelegenheit ruhiger arbeiten zu können, weniger Telefonanrufe am Tag zu haben, einen Artikel fertig zu bekommen, Sachen die im Trubel liegen bleiben fertig zu bekommen, ein selbstgewähltes Arbeitsumfeld zu haben.

Ich mache aktuell viele Webinare und hab hier so den Mix aus Struktur (Zeit und Rahmen ist vorgegeben), Menschen, mit denen ich in Interaktion bin (wenn das Webinar gut gemacht ist), und der Möglichkeit, jederzeit kurz Pause zu machen, was zu Essen zu holen und eine nun gerade gemütliche Arbeits- und Sitzposition zu wählen.

Wahrscheinlich hast du auch mehr Herausforderungen, sei es wesentlich weniger soziale Kontakte, Betreuungspflichten, weiterhin zur Arbeit zu fahren und sich unsicher fühlen, gar nicht mehr arbeiten zu dürfen und vieles mehr. Aber vielleicht hat sich auch manches verändert, das für dich zuvor nicht so gut gepasst hat. Oder du findest sogar die Möglichkeit dich nun neu zu organisieren. Dazu bekommst du in den nächsten Wochen auf meinen Kanälen mehr Anregungen und vor allem Tipps, mit Hilfe der KonMari Methode zu einem freudvolleren Arbeits- und Lernalltag zu finden!

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